Es geht um alles und nichts.

26. März 2009

Ungeheuerliches

Auf kurzen dünnen Kindesbeinen stehend, fühlte ich mich damals schon dem Buch, seiner Geschichte und seinen phantasievollen, monströsen, bunt-düsteren Illustrationen verfallen. Der kürzlich veröffentlichte Trailer zur im Herbst (welche Jahreszeit würde sich besser dafür eignen als diese!?) erscheinenden Verfilmung hat nicht nur meine Erinnerungen vor dem gealterten geistigen Auge wach gerufen, sondern auch mein Kind gebliebenes Herz im drängenden Sturm erobert: "Wo die wilden Kerle wohnen" bzw. "Where the Wild Things Are".

Ursprünglich geschrieben und gezeichnet vom New Yorker Autor Maurice Sendak, war dieses erfolgreiche Stück Literatur nach langjährigen Verhandlungen endgültig in die kreativen Hände des namhaften Videokünstlers Spike Jonze gelegt worden und der dürfte, diesem Appetitsanreger von Trailer nach zu urteilen, ein Meisterstück aus dem Meisterwerk gemacht haben.
Er entschied sich für eine Realfilm-Adaption. Um die Story, entsprechend ihren physisch so präsent erscheinenden Figuren, noch fassbarer zu machen, verriet er gegenüber USA Today:
"I wanted them to actually be there," he says of the seven towering creatures that Max encounters. "I think as a kid I wouldn't imagine it as a cartoon. I would imagine they were in my world. There's a danger with Max being there on a real location. Dangerous and exciting."
Eine zumindest auch für mich sehr nachvollziehbare und erfreuliche Entscheidung. Da die Bilder in Buch und Film aber ohnehin für sich sprechen, hier nun also der bildgewaltige Vorgeschmack:



Der trefflich gewählte Song zum Trailer dürfte den Freunden der kanadischen Empathisten Arcade Fire hinreichend bekannt sein - "Wake Up". Erschienen ist er in dieser Form 2004 auf dem Album "Funeral".

In diesem Jahr wurde auch das Skateboard-Video "Yeah Right!" der Firma Girl Skateboards veröffentlicht, bei welchem ebenfalls der umtriebige Spike Jonze gemeinsam mit Ty Evans Regie geführt hat. Die filmisch umgesetzten Ideen sprechen für sich:



Das dynamische Video-Duo hat es auch 2007 für die Rollbrett-Gemeinde (und darüber hinaus) in Sachen Kreativität ordentlich krachen lassen. Diesmal jedoch für die Firma Lakai, unter dem Titel "Fully Flared":



Bekannt wurde Spike Jonze aber vor allem für seine Musikvideos. Von seinen cineastischen Künsten machten unter anderem auch Daft Punk gebrauch:



Was für ein wilder Kerl!

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