Es geht um alles und nichts.

19. Jänner 2007

boe.

der wind weht
das haus steht
der baum geht
weil der wind geht
wenn ihr seht
was hier steht.

10. Jänner 2007

bewegte bilder, bewegende musik.

nun habe ich also bewegte bilder zu der von audrey in mich gezauberten musik gefunden. verfilmt wurden zweierlei liedgut ihrer aktuellen platte visible forms. einerseits der beginner des albums, mecklenburg und andererseits das dritte kunstwerk dieser insgesamt neun stück kunst , six yields.

öffnet augen und kopf, herz wird ganz von allein geöffnet werden.

8. Jänner 2007

arbeiter der nacht.

"die arbeit der nacht" heißt das ausgesprochen spannend anmutende buch, dass thomas glavinic letztes jahr veröffentlicht hat und welches ich nun endlich begonnen habe zu lesen. der titel dieses eintrags ist dementsprechend nur tendenziell geklaut.

wie auch immer.

auf was ich eigentlich hinaus wollte war ja die aussage, dass sowohl ninjas als auch katzen wunderbare geschöpfe der phantasie unser aller mutter natur sind. was wäre das leben ohne sie.

eins sei noch gen himmel geschrien: AUDREY, ja AUDREY!, kommen am FÜNFZEHNTEN FEBRUAR zweitausendundsieben in den ALTEN SCHL8HOF WELS. macht es mir gleich - HINFAHREN!!!

endlich hat montag wieder einen sinn. danke, wir lieben euch AUDREY.

1. Jänner 2007

Die List der Liste (die Vervollständigung).

Die Technik meint es nicht immer gut mit mir, was die unerwartete Veröffentlichung des unfertigen Beitrags erklären soll.

...aber dennoch erscheint mir die Anordnung meiner Erlebnisse für mich gültig und richtig, für euch als LeserInnenschaft vielleicht als überflüssig. Nichtsdestoweniger werde ich meine Listen (Musik, Film, Situation, Mensch, etc.) bei Zeiten fortführen.

Kommt Zeit, kommt Unrat.

Adios.

Die List der Liste.

Da wir uns ja quasi in einer Übergangszeit befinden und allerorts zusammenfassend festgehalten wird, was das vergangene Jahr denn alles dargeboten oder eben nicht zu Tage gefördert hat und versucht wird in einer Unzahl von Listen vergangenes einen kategorisch korrektes Kleidchen zu verpassen, möchte ich in diese Litanei der listigen Auflistungen miteinstimmen und eigenständig produzierte Aufzählungen zur kritischen Schau stellen.

Anbei noch die Erwähnung, dass in der Aktuellen Ausgabe (Nr. 072) des von mir persönlich sehr geschätzten Magazins über Popkultur namens The Gap ein sehr lesenswerter Artikel über die allgemeine Hysterie determinierende Listen zu erstellen, denen oftmals eine (vertuschte) Willkür anhaftet, was sowohl die kontroversiell zu behandeln Produzenten, als auch die nicht minder diskutablen Konsumenten, und ihre gemeinsame Reproduktion von bestehenden Herrschaftsverhältnissen durch ebendiese Reihungen betrifft. So wird in dem besagten Text Lust auf Listen (Alliterationen sind offensichtlich ein nicht nur von mir gern verwendetes Instrument des textlichen Tunings) von Stefan Niederwieser auf einen mitzudenkenden Misstand hingewiesen, denn diese "Form der reihenden Geschichtsschreibung bevorzugt bestimmte, subkulturell geprägte Musik und dient vorwiegend einer ganz bestimmten - bürgerlichen, weißen, männlichen - Käuferschicht als historisches Korrektiv. Die Fixierung auf einzelne Komponisten früherer Tage droht sich fortzusetzen. (...) Damit wäre Popmusik erschreckend eindimensional." Diese Kritik bezieht sich vor allem auf Listen mit selbstgewähltem, historischen Anspruch aber Eindimensionalität ist prinzipiell ja wohl genau das Gegenteil wonach popmusikalisch interessierte Menschen wie ich trachten. Deshalb ist dieser pointierten Argumentation vielleicht auch nur hinzuzfügen, dass eine so geartetes Festhalten historischer Ereignisse - in diesen wie in anderen Kontexten - der allgemeinen und als objektiv verstandenen Auffassung der Vergangenheit eine normativ anmutende, subjektive Perspektive verpasst, die mit vermeintlicher Allgemeingültigkeit die Gegenwart bestimmt, wenig bis keine Kritikfähigkeit zulässt und in eine sehr fragwürdige Zukunft weist.

Angesichts dieses gerade skizzierten Umstandes, sei mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass von mir hier angeführten Listen allein den von mir selbst erstellten, beschlossenen und exekutierten Gesetzen der Klausemann'schen Subjektivität unterliegen und somit nur für mich persönlich Gültigkeit besitzen (jene, die sich der Ehrlichkeit verpflichtet fühlen, wissen aber genauso gut wie ich, dass meine Favoriten gleichzeitig auch unser aller Favoriten sind, was das oben genannte möglicherweise obsolet erscheinen, die folgenden Reihungen aber umso wahrheitsgetreuer und universell - Universum, ha! - gültig werden lassen).


Kommen wir zum Wesentlichen:

Nennenswerte Konzerterlebnisse des Jahres 2006:
I) Final Fantasy, Innsbruck - ein unglaublicher Mensch, der wunderschöne Musik in Gehörgänge und Herzen zaubert. Was für ein Konzert!

II) Xiu Xiu, Madrid - einer der eindringlichsten Impressionen einer ereignissreichen Städtereise; auch wenn sie bzw. das Publikum sich unwillig gegenüber einer Zugabe zeigten, kam die gebotene Kunst in "gewohnter" Größe daher (es war mein zweites Mal mit diesen beiden AusnahmekünstlerInnen).

III) TV On The Radio, Wien - zugegeben, der Sound war aufgrund technischer Schwierigkeiten einigermaßen schlecht aber die Kraft der Musik funktionierte trotz allem tadellos, das konsumierte Bier, die im Kopf gespeicherten Songs ihrer LPs und EPs und die leicht ungewisse Vorfreude auf die Yeah Yeah Yeahs taten ihr übriges, die Hochgefühle präsent sein zu lassen; die Tatsache, dass ich diese Vorzeigeformation nach langem innerlichen Lechzen endlich zu Gesicht bekam, lässt das Konzert der fantastischen Sodastream nicht auf dem verdienten dritten Platz dieser Liste aufscheinen (siehe Extra-Kategorie "Klausemann trägt Gans").

IV) Dendemann, Innsbruck - laute, krachende Rand Beats und ein MC, der weiß was er tun muss um meine Wenigkeit und einen bis an den mit Menschen angefüllten Club in willige Wallungen zu versetzen; auf dem Konzert ist mir mit aller Klarheit bewusst geworden, warum ich Hip Hop und guten Sprechgesang so schätze, Dende' sei Dank!

V) Subtle, Innsbruck - neben den ekstatischen Ausbrüchen, die einst Turbonegro in Wiesen zum Besten gaben, die beste Live-Show, die meine musikverliebten Augen je wahrnehmen und verschlingen durften.


Gänsehautkonzerterlebnis bzw. Klausemann trägt Gans 2006:
I) Sodastream, Innsbruck - absoluter Wahnsinn; noch Tage nach dem Konzert stellte sich beim Hören einzelner Songs der beiden Barden hartnäckige, über den ganzen Körper verteilte Gänsehaut ein.

II) The Weakerthans, Wien - wer ihre musikalischen Perlen, sprich alle Alben, lieben gelernt hat, kann sich in den schönsten Farben ausmalen wie umwerfend das Konzert dieser Sympathieträger war.

Diese Auswahl entspricht meinem momentanen Erinnerungsvermögen und ist durch das Fehlen meines Kalenders entsprechend repräsentativ, abgesehen von den aufgelisteten Gehörgenüssen gab es im vergangenen Jahr auch andere Nennenswerte, die mein Gemüt erfreuten aber dennoch erscheint mir

Gelbhaar K., der Entdecker.

Geschätzte Menschen,

Der erste Januar und mir ist nicht schlecht. Ein Tag gerade richtig, um sich stundenlang im Internetz zu verlieren und schwedische Musikkapellen zu entdecken und innerlich einzurahmen. Im Zuge dieses eher ziellosen Umherschweifens in der Musiklandschaft Schwedens, habe ich folgende formschöne Entdeckung gemacht: Hello Saferide.
Ein Band, die nicht nur durch gute Musik überzeugt, sondern auch äußerlich überrascht, was uns zu meiner eigentlichen Entdeckung führt: Der in Hamburg künstlerisch lebende Liedermacher Clickclickdecker ist in Wahrheit ein Frau und gleichzeitig Sängerin der oben genannten Formation aus dem hohen Norden! Nachzuprüfen durch die von mir erbrachte Recherchearbeit. Der Vergleich macht sicher, siehe Beweisstück "A" wie auch Beweisstück "B".

Nebenbei, der Song 2006 hört sich gut an und passt zu den uns umgebenden Umständen, von der letzten Ziffer der vierstelligen Zahl mal abgesehen. An diese Stelle passt auch wunderbar der Buchtitel der kürzlich erschienenen Autobiografie von Karl Dall Auge zu und Durch, welche von mir endlich gekauft und gelesen werden sollte.

Auch auf das über alle Maßen hinweg fantastische Album Visible Forms der gleichfalls aus Schweden stammenden Band Audrey sei hingewiesen, denn es versetzt mich seit Tagen in angenehme Winterstimmung und lässt Herz wie Kopf wunderbar hoffnungsvoll im Takt wiegen. Unter dem gerade erwähnten Namen könnt ihr euch bei dieser Photographiensammlung optische Eindrücke dieser zauberhaften Frauen und ihrern Konzerten verschaffen. Manchmal wäre es nicht nur reizvoll eine interessiert beobachtende Fliege in diversen Räumen, sondern auch eine schnurrende Katze auf den Schösen diverser Menschen zu sein. Ein Hoch auf Freund Tagtraum!

Adieu.

Das neue Jahr, ein Zahlenspiel der Zeit.

Die erste wichtige Erkenntnis, die mir der erste Tag im neuen Jahr vor die Füße legt, bevor es in Zukunft mich selbst vor die Füße legt, ist, dass Wein eine Flüssigkeit ist, die auch genossen werden kann und nicht unbedingt die Speißeröhre hinuntergestoßen werden muss, um den eigenen Körper in möglichst kurzer Zeit in alkoholgeschwängerten Fluten untergehen zu sehen. Da mein Kopf innerlich wie wahrscheinlich auch äußerlich - eine längere Betrachtung wollte ich weder dem Spiegel, noch meinem getrübten Augenpaar zumuten - dem eines häßlichen Pferdes gleicht, werde ich künftig versuchen, eine Wandlung vom Weinverkenner hin zum aufmerksamen Geschmackserkenner zu vollziehen, sofern sich meine Sinneszellen zu solch großflächigen Veränderungen hinreissen - pardon, sanft hinführen lassen.

Der Vollständigkeit und Wahrhaftigkeit halber sei angemerkt, dass der Jahreswechsel nicht einfach nur ein stupides in-sich-hinein-träufeln von Substanzen, die ambivalent erscheinende Wirkungen hervorrufen war. Nein, es war vor allem auch ein Zusammensein mit FreundInnen, die oftmals vielleicht geografisch distanziert wirken, deren vorübergehende Anwesenheit und die ohnehin bestehende und verlässliche Verbundenheit wie Vertrautheit aber jedwede Distanz zu überwinden wissen. Danke, dass wir sind.
Ich hoffe natürlich, dass auch alle anderen Menschen, die mir lieb und wichtig sind, sich an Gedanken an die Zukunft erfreuen können und freudig-traumreich die Dinge erwarten, die der wechselhafte Wind uns bringen mag . Großer Dank auch an euch, an uns.

Alles wird gut, auch 2007.