Schon vor Jahren für brutalen Straßen-Rap und Auftritten mit Prostituierten bekannt, erklärten EMC nun im Interview, dass wieder mit ihnen zu rechnen sei. Dass die notwendigerweise gefühlte und versprühte Verbundenheit zur Straße, vorbildlich gelebte Ghetto-Ästhetik und die dazugehörige Glaubwürdigkeit auch in Österreich nicht angezweifelt werden müsse, betonte die Gruppe mehrfach:
"Dinge, die in unseren Tracks vorkommen, haben Leute aus der Crew oder dem engeren Freundeskreis erlebt. Da ist null Fantasie dabei. Wir sehen uns als Sprachrohr unserer Gemeinschaft."Gleichzeitig wurde auch persönliches Sehen und mediales Nicht-Sehen von EMC thematisiert:
"Wir rappen über das was wir sehen und das was uns beeinflusst. Die Leute regen sich immer auf, dass es keine soziale Brennpunkte gibt und Ghettos. Die haben eine falsche Auffassung vom Leben.Ear to the street bzw. This shit is real und so weiter. Über Homophobie wurde übrigens leider nicht gesprochen, die Meinung von Phat Frank zu diesem Phänomen im (deutschsprachigen) HipHop lässt sich wohl an seinen Grußworten gegenüber allen Linzer Rap-Musikern ("vor allem die Tonträger-Leute") ablesen:
(...) Was im Fernsehen nicht gezeigt wird existiert nicht."
"Linz kann nichts dafür, dass sie nur schwule Rapper haben."Noch lässt die Veröffentlichung des angekündigten Albums auf sich warten. Auseinandersetzen kann man sich derweil mit dem 2004 erschienenem Werk "Domination Compilation" und diversen aktuellen Online-Tracks.
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