Im Zuge der Zunahme realer und/oder konstruierter Gefahren, der sich vor allem Gesellschaften sogenannter westlicher Prägung ausgesetzt fühlen, fällt bei sorgfältiger Wahrnehmung der eigenen Umwelt auf, dass nicht nur menschliche sondern in unüberschaubarem Ausmaß auch elektronische Augen wachsamer werden.
Ob öffentliche Räume überhaupt noch als solche bezeichnet werden können, wenn der Zugang zu selbigen mitunter von äußerlichen Auffälligkeiten, dem Abweichen von normierten Verhaltensmustern und ähnlichen externen Faktoren, die via audiovisueller Aufzeichnungen dokumentiert werden können, abhängig gemacht wird, sind dann Fragen, die sich in diesem Zusammenhang quasi selbst aufwerfen.
Vor allem urbane Räume werden mit einem Netz von Videoüberwachungssystemen überzogen und die an diesen Orten lebenden Menschen überdenken die von ihnen selbst mitgestaltete gesellschaftliche Ordnung. Angefangen wird zu allererst damit, vor der eigenen Türe eifrig zu kehren, um danach schnell wieder alles zu und dicht zu machen. Luftdicht verschlossen, irgendwie Vakuum.
Effizienz macht übrigens erst recht nicht vor Gefängnismauern halt, fragen Sie doch einmal bei Jeremy Bentham oder Michel Foucault nach, die werden Ihnen gerne Auskunft darüber geben.