Es geht um alles und nichts.

30. Juli 2007

Un-Sicherheit und öffentlicher Raum.

Im Zuge der Zunahme realer und/oder konstruierter Gefahren, der sich vor allem Gesellschaften sogenannter westlicher Prägung ausgesetzt fühlen, fällt bei sorgfältiger Wahrnehmung der eigenen Umwelt auf, dass nicht nur menschliche sondern in unüberschaubarem Ausmaß auch elektronische Augen wachsamer werden.

Ob öffentliche Räume überhaupt noch als solche bezeichnet werden können, wenn der Zugang zu selbigen mitunter von äußerlichen Auffälligkeiten, dem Abweichen von normierten Verhaltensmustern und ähnlichen externen Faktoren, die via audiovisueller Aufzeichnungen dokumentiert werden können, abhängig gemacht wird, sind dann Fragen, die sich in diesem Zusammenhang quasi selbst aufwerfen.

Vor allem urbane Räume werden mit einem Netz von Videoüberwachungssystemen überzogen und die an diesen Orten lebenden Menschen überdenken die von ihnen selbst mitgestaltete gesellschaftliche Ordnung. Angefangen wird zu allererst damit, vor der eigenen Türe eifrig zu kehren, um danach schnell wieder alles zu und dicht zu machen. Luftdicht verschlossen, irgendwie Vakuum.
Effizienz macht übrigens erst recht nicht vor Gefängnismauern halt, fragen Sie doch einmal bei Jeremy Bentham oder Michel Foucault nach, die werden Ihnen gerne Auskunft darüber geben.

21. Juli 2007

Schauplatz Medienmarkt oder: Wer hat die glänzende Nadel im Infotainment-Heuhaufen geshen?

Die lesenswerte deutsche Tageszeitung FAZ berichtet in ihrer Online-Ausgabe unter anderem über jüngste Veränderungen in der vermeintlich weiten Landschaft des Privatfernsehens, genauer gesagt über die geänderten Verhältnisse rund um die Fernseheinrichtung Sat.1.

Brauchbare Vorinformation bietet auch dieser Artikel des besagten Printmediums.

Politische Berichterstattung in Form von Nachrichten im konstruierten Gegensatz zu sinnsuchender Unterhaltungsflut im kopierten Serien- und Talkshow-Format. Eine bedenkenswerte Entwicklung.

Schade um Sat.1.

10. Juli 2007

Digital ist besser.

Nein, der folgende Eintrag hat nichts mit einer Gitarrenband aus Hamburg zu tun. Und ja, gut geklaut ist halb gewonnen.

Kommen wir zum Wesentlichen: Musik.

Die Elektrisierung des Gelbhaar K. kennt kein Halten mehr und von Tag zu Tag erweitern sich die elektronischen Lebensaspekte (die LeserInnen einschlägiger Fachmagazine erkennen hier den zweiten Anflug von Diebstahl), vor allem in musikalischer Hinsicht.
In diesem Sinne sollen nun zwei ganz besondere elektronische Hybride aus der weiten Welt der Popkulutr an euer aller Herz gelegt werden.

Nummer eins: Digitalism.
Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang folgende zwei Schmuckstücke, Zdarlight und Pogo.

Nummer zwei: Bonde Do Role.
Besonders herzeigbar sind in diesem Fall folgende zwei Kracher, Solta O Frango und Office Boy.

Für erstere gilt: Schuhe müssen aus Gold sein und Ritter im Weltall.

Für zweitere gilt: Hühnerkostüme sind die neue Streetwear und Augenschminke darf durchaus auch ausufernd angelegt werden.

Für beide gilt: die Videokunst, sie lebe hoch, hoch, hoch!


Satz des Moments: Lieber Knöpfe statt Augen verdrehen.

1. Juli 2007

D.A.N.C.E. tonight! Revolution tomorrow!

Sollte es noch jemanden unter euch geben, der nicht weiß zu welchem Song dieser Tage Arme, Beine, Hüften und der restlichen Organschmarrn rhythmisch-ekstatisch wie jugendlich ausgelassen bewegt werden sollen, bitte umgehend den auf Hals und Schultern lastende Kopf gegen eine gülden glänzende Discokugel austauschen und der Tanzmusik folgend den Tanzboden mithilfe der eigene B-E-A-T-Bewegungen in Flächenbrand setzen.

Für die Revolution haben wir morgen auch noch Zeit. Außerdem muss ja der Aufstand im Tanz erprobt werden, ganz klar.
Und überhaupt, bekanntlich ist es ja nämlich so, the revolution will not be televised.

In diesem Sinne: Justice for the world!