Es geht um alles und nichts.

5. März 2009

Schwarzweißes Gefieder

„Du findest echt Vogelgeräusche schön und biten super“
Diese Zeile verpackte Olli Banjo noch in seinem 2005 erschienem Album "Schizogenie".


Vier Jahre später, erneut in Zusammenarbeit mit Jonesmann, bilden Vogelgeräusche die klangliche und thematische Basis für die erste Single-Auskopplung der neuen Platte. In Anlehnung an die altbekannten Prügelknaben Bud Spencer und Terence Hill, haben die beiden Rapper ihrem Werk den verheißungsvollen Titel "4 Fäuste für ein Halleluja" gegeben. Seit dem 27. Februar ist die Scheibe käuflich erwerbar und zum besagten Track ("Vögel") wurde vor kurzem auch ein Musikvideo der Öffentlichkeit präsentiert.



Was die Inspirationsquelle zur bildlichen Umsetzung des Tracks gewesen ist, dürfte für Kenner von Frank Miller's Sin City auf der schwarzweiß gefärbten Hand liegen. Außerdem ist seit dem 5. Februar auch die Miller'sche Filmadaption von The Spirit in den deutschen Kinos zu sehen (in Österreich aufgrund schlechter Einspielergebnisse in den USA und Deutschland nur irgendwann auf DVD). Möglicherweise hat diese Comicverfilmung auch zur Ideenfindung beigetragen. Die verwendete Ästhetik wäre die gleiche.
Ähnlich inspiriert fühlte sich auch der amerikanische Produzent Timbaland, als er vor gar nicht all zu langer Zeit gemeinsam mit der schwedischen Band The Hives den Song "Throw It On Me" veröffentlichte. Vielleicht löst ja Marv sogar noch Tony Montana in seiner Rolle als (fragwürdige) HipHop-Ikone ab, Narben hätten sie beide genug.

Gut geklaut ist besser als schlecht zitiert? Schwer zu beantworten, nachdem Olli Banjo aber angekündigt hat, dass er sich mit seinem nächsten Album dem Rock'n'Roll widmen möchte (Jonesmann hingegen will sich vermehrt mit R'n'B versuchen), würde sich der Inspirationskreis ja fast wieder schließen lassen. Hauptsache der Beat stimmt (und die Homobhobie bleibt aus, das hätte Olli B. nämlich wirklich nicht nötig).

Keine Kommentare: