Radfahren kann sowohl gefährliches Hobby, als auch gefährlicher Beruf oder aber beides zugleich sein. Etwa, wenn man seine Brötchen damit verdient, als leideinschaftlicher bis lebensmüder Bike Messenger in Städten wie New York zwischen Passanten Autos, Bussen, Bahnen und anderen Hindernissen, auf schnellstem Weg von A nach B zu kommen, um Ende des Tages seinem Auftraggeber nicht mehr als eine Sammlung krakeliger Unterschriften zu übermitteln. Wo andernorts Kaffee getrunken wird, um frühmorgens die Kurve in Richtung Festplatte hochfahren zu kratzen, beginnen diese selbsternannten Superhelden der Gegenwart (siehe und höre Videos unten) ihre Arbeitsstunden mit einem kräftigen Schuss Adrenalin. Gemächliches in-die-Pedale-Treten war gestern, heutzutage geht es im unmotorisiert zweirädrigen Straßenverkehr um nichts weniger, als um Leben und Tod. Das klingt nach Dramatik und Gefahr, aber auch nach lustvollem Leben. Das ist kein großes Kino und auch kein großes Tennis (selbst wenn sich bereits Sponsoren wie Puma für die Fahrradbotenszene interessiert). Das ist "nur" großstädtischer Alltag.
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