Die erste wichtige Erkenntnis, die mir der erste Tag im neuen Jahr vor die Füße legt, bevor es in Zukunft mich selbst vor die Füße legt, ist, dass Wein eine Flüssigkeit ist, die auch genossen werden kann und nicht unbedingt die Speißeröhre hinuntergestoßen werden muss, um den eigenen Körper in möglichst kurzer Zeit in alkoholgeschwängerten Fluten untergehen zu sehen. Da mein Kopf innerlich wie wahrscheinlich auch äußerlich - eine längere Betrachtung wollte ich weder dem Spiegel, noch meinem getrübten Augenpaar zumuten - dem eines häßlichen Pferdes gleicht, werde ich künftig versuchen, eine Wandlung vom Weinverkenner hin zum aufmerksamen Geschmackserkenner zu vollziehen, sofern sich meine Sinneszellen zu solch großflächigen Veränderungen hinreissen - pardon, sanft hinführen lassen.
Der Vollständigkeit und Wahrhaftigkeit halber sei angemerkt, dass der Jahreswechsel nicht einfach nur ein stupides in-sich-hinein-träufeln von Substanzen, die ambivalent erscheinende Wirkungen hervorrufen war. Nein, es war vor allem auch ein Zusammensein mit FreundInnen, die oftmals vielleicht geografisch distanziert wirken, deren vorübergehende Anwesenheit und die ohnehin bestehende und verlässliche Verbundenheit wie Vertrautheit aber jedwede Distanz zu überwinden wissen. Danke, dass wir sind.
Ich hoffe natürlich, dass auch alle anderen Menschen, die mir lieb und wichtig sind, sich an Gedanken an die Zukunft erfreuen können und freudig-traumreich die Dinge erwarten, die der wechselhafte Wind uns bringen mag . Großer Dank auch an euch, an uns.
Alles wird gut, auch 2007.
Es geht um alles und nichts.
1. Jänner 2007
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